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Projekte am LS IV von 1985 bis 1996

KOSMOS zielte darauf ab, allgemeine Konzepte zur strukturierten Modellierung und Systemanalyse zu entwickeln. Es wurde von den Computerherstellern SIEMENS AG und Nixdorf Computer AG sowie dem BMFT (Bundesministerium für Forschung und Technik) gemeinsam unterstützt.

ILAN ist ein Projekt, welches sich mit der Entwicklung von LB Werkzeugen beschäftigte. ILAN wurde teilweise durch die Nixdorf Computer AG und dem BMFT unterstützt. Sein Hauptergebnis ist das hierarchische LB-Tool HIT, welches derzeit in verschiedenen Universitäten und in der Industrie im Einsatz ist.

Der Forschungsgegenstand des Projektes OSMOD war die Modellierung von Betriebssystemkomponenten während deren Entwicklung. Hierbei standen insbesondere Betriebssysteme für zukünftige Mehrprozessor-Anlagen und neuere hierarchische Speicherelemente im Vordergrund des Interesses. Das Projekt lief in Zusammenarbeit mit der SIEMENS AG.

Dieses Projekt basierte auf einer Zusammenarbeit mit der Fakultät Maschinenbau an der Universität Dortmund. Die Finanzierung erfolgte durch die DFG. Inhaltliches Hauptziel war die Übertragung algebraischer Analysetechniken aus dem Bereich der LB in das Gebiet der Materialflußsysteme. Die erzielten Ergebnisse beinhalten die Identifikation, Realisierung und Anwendung einer Teilklasse dieser Techniken.

IMSE steht für "Integrated Modelling Support Environment'' und zielte auf die Vereinfachung von LB-Maßnahmen im Systementwicklungsprozeß. Hierzu wurde eine objekt-orientierte Integrationsumgebung geschaffen, welche mehrere LB-Tools unterstützt. IMSE war ein gemeinschaftliches Forschungsprojekt, welches durch die Europäische Gemeinschaft im Rahmen des ESPRIT2-Programms gefördert wurde. Beteiligt waren 10 europäische Organisationen unter der Führung von STC Technology (UK).

MACOM beschäftigte sich mit der Modellierung und Analyse von Kommunikationssystemen. Es wurde in Kooperation mit der Deutschen Telekom AG durchgeführt. Das im Rahmen dieses Projektes entwickelte Tool MACOM dient der Unterstützung des Designprozesses zukünftiger Telekommunikationssysteme und ihrer Komponenten.

ATMOSPHERE (Advanced Tools and Methods for System Production in Heterogenous, Extensible, Real Environments) war ein ESPRIT-Projekt im Bereich der Informationstechnologie. Es strebte an, europäische Forschungsbemühungen im Bereich der automatisierten Systementwicklung zu bündeln, insbesondere die Erfahrungen aus den Bereichen des "Computer Aided Software Engineering'' (CASE) und des "Computer Aided Design (CAD)'' zusammenzuführen. Aufgabe des Informatik IV war die Integration des LB Tools HIT, aufsetzend auf dem JESSI Common Framework (JCF). Ferner entwickelten wir Methoden für die LB formaler Spezikationstechniken (z. B. SDL) und für die Hardwareentwicklung (z. B. VHDL).

MALKADA untersuchte Dekompositions- und Aggregierungstechniken. Diese Techniken werden in einer industriellen Umgebung zur LB und Zuverlässigkeitsanalyse von Multiprozessorsystemen eingesetzt. Das Projekt wurde durch die SIEMENS AG unterstützt.

Ziel des POCOS IV-Projektes war die Entwicklung eines Tools zur Vorhersage und Beschreibung der Last von Rechensystemen basierend auf realen Last- und Leistungsmessungen. Das Projekt wurde durch die Siemens-Nixdorf-Informationssysteme (SNI) AG gefördert.

ASSET (Advanced System and Software engineering Enabling Technologies) war ein ESPRIT Projekt, in dessen Rahmen wir uns insbesondere mit der Integration von LB-Techniken in konkret eingesetzte formale Beschreibungstechniken (FDTs) beschäftigten.

Ziel war die Entwicklung rechnerunterstützter Werkzeuge zur Spezifikation (Kompositions-, Interpretations- und Animationswerkzeuge) und Verifikation (Theorembeweiser-Frontend und Model Checker) auf der Basis des temporallogischen Ansatzes TLA (Temporal Logic of Actions). Das Projekt wurde durch die Firma Digital Equipment Corporation (DEC) gefördert.

Ein Framework zur Unterstützung des Entwurfs und der Verifikation von Hochleistungs-Kommunikationsprotokollen wurde entwickelt. Es besteht aus Entwurfsbausteinen und Theoremen. Die Entwurfsbausteine, die Protokollmechanismen und Diensteigenschaften modellieren, können miteinander zu Protokoll- bzw. Dienstspezifikationen komponiert werden. Protokollbeweise werden in einzelne Teilschritte zerlegt, die durch die Theoreme des Frameworks erbracht werden.

Methoden zum korrektheitssichernden Entwurf offener verteilter Anwendungen werden untersucht. Abstrakte Systemspezifikationen werden schrittweise durch Integration spezieller Entwurfsmuster zu einer implementierbaren Spezifikation verfeinert. Die Entwurfsmuster erlauben die Einbindung von standardisierten verteilten Algorithmen und von Kommunikationsplattformen.

Auf der Basis von TLA wird eine Methode zum formalen Entwurf, der Analyse und der Verifikation hybrider technischer Systeme entwickelt. Insbesondere der Entwurf chemietechnischer Anlagen soll durch ein Framework aus kontinuierlichen und diskreten Entwurfsbausteinen sowie aus Theoremen zum Korrektheitsnachweis erleichtert werden. Das Projekt wird von der DFG im Rahmen des Schwerpunktprogramms KONDISK gefördert.

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Anfahrt & Lageplan

Der Campus der Technischen Universität Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 15- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.
 

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.